• Aliya und der Laden der Zweiten Chance – Die Schule der Zeitreisenden -Band 3  

    Aliya und der Laden der Zweiten Chance – Die Schule der Zeitreisenden -Band 3  

    Laila Rifaat

    Bente Schick

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Aliya besucht die Schule der Zeitreisenden und ist die jüngste Schülerin der Akademie. Alle zwei Jahre findet das große Wettrennen der fliegenden Teppiche durch die Zeiten statt – ein Ereignis, auf das sich alle Schülerinnen und Schüler freuen. Doch in diesem Jahr ist etwas anders. 
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    Böse Gerüchte machen die Runde, und die Schlosser der Akademie scheinen ungewöhnlich viele geheime Projekte zu verfolgen. In der Atmosphäre entstehen neue Risse, und etwas Düsteres liegt in der Luft. Kurz vor dem großen Ereignis verschwinden plötzlich alle Schlosser – jene Menschen, die die Portale zwischen den Zeiten bewachen. Aliya bleibt als einzige Schlosserin zurück und muss die Energiequelle der Zeitreisewelt mit ihren Freunden vor dem bösen Magier Dorian Darke schützen.
    Ein wundervoller Abschluss der Reihe! Tatsächlich habe ich die Reihe erst mit diesem dritten Band für mich entdeckt. Dennoch empfiehlt es sich, die Bücher von Anfang an zu lesen, um die Figuren kennenzulernen und die verschiedenen Handlungsstränge vollständig zu verstehen.
    Die Geschichte beginnt eher ruhig, gewinnt jedoch zunehmend an Tempo. Die Spannung steigt stetig an, sodass man das Buch stellenweise kaum aus der Hand legen mag. Die Sprache ist sehr bildhaft und perfekt auf die Zielgruppe abgestimmt. Wer Lust auf ein spannendes Abenteuer voller Magie, Geheimnisse und Rätsel hat, ist mit dieser Reihe genau richtig. Das Buchcover und die Illustrationen sind wunderschön gestaltet.

    Katrin Hemmerich

  • Mit Wumms in die Schule

    Mit Wumms in die Schule

    Jutta Degenhardt

    Juliana Kralik

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Das Cover zeigt Mina mit ihrem Freund Benno, an der Hand hält sie den Wumms, den sie in der Kita in ihr Erfindungsheft gemalt hat und der in der Schule aus dem Heft herauskommt und lebendig wird. 
    Aber zurück zum Anfang: los geht es mit Flieger, den Mina und Benno in der Kita gebaut haben.
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    Als die Erzieherin Rosi diesen Flieger aufhängt, rotiert er an der Schnur und Mina malt einen puscheligen Wumms, der das Flugzeug fliegen soll. Doch dann ist ihre Kindergartenzeit vorbei und sie nimmt das Wumms-Bild in ihrem Erfinderheft mit. Als sie dann in die Schule kommt, wird sie abgelenkt und so sitzt Benno an einem Vierertisch und Mina muss sich neben den ruhigen Mars setzen. Dieser Mars stellt sich als sehr feinfühlig heraus und er unterstützt Mina später sehr. Als der Wumms überraschend aus dem Heft auftaucht, schafft es Mina zunächst, dass die anderen ihn nicht entdecken, was ziemlich witzig ist, denn der Wumms will unbedingt wieder zurück in die Kita. Er als Steuerprofi möchte unbedingt seinen Flieger steuern. 
    Der Wumms ist eine sehr witzige Figur, er hat viele verrückte Einfälle und ist nicht bereit auf Mina zu hören. Er macht was er will und er will zunächst unbedingt in die Kita. Aber er unterstützt später, als er sich frei in der Klasse bewegt, auch die Kinder auf eine ganz besondere Weise. So wächst die Klasse, die noch ein Klassentier wählen soll, gut zusammen und aus den Kita-Kindern werden, auch dank ihres verständnisvollen Lehrers, eine wundervolle Mosaikklasse.
    Ein fröhliches Buch für den Start in die Schule mit einem lebendig gewordenen gekritzelten roten Wumms (ich hoffe Olaf Scholz hat den Begriff nicht für sich patentieren lassen), der Mina diesen Start leicht macht. Wenn wir unseren Erstklässler*innen den Text vorlesen werden sie sicher auch viel Spaß an den vielen Bildern haben.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Nordseedetektive – Ehrliche Gangster – Band 14

    Die Nordseedetektive – Ehrliche Gangster – Band 14

    Bettina Göschl

    Klaus-Peter Wolf

    Franziska Havey

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Wir sehen unsere beiden Nordseedetektive zusammen mit den beiden Gaunern Lang und Finger bei einer Grillparty. Doch ist das hinter dem Wohnwagen nicht der Gangsterboss Nase?
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    Wie immer wird zunächst die Familie Janssen vorgestellt. Neben der kurzen Beschreibung sind Bilder von ihnen zu sehen. Auch im Buch gibt es viele bunte Illustrationen, die die Abenteuer unserer beiden Kinder sehr schön untermalen. 
    Es ist kaum vorstellbar, aber die beiden Gauner Lang und Finger wollen ehrlich werden und sie bekommen schon bald die Chance den Cateringservice, der das Essen zu den Janssens bringt, zu unterstützen. Besonders beim Grillen sind die beiden eine echte Begabung. Deshalb bitte sie auch Kommissar Stone für das Essen auf der Abschiedsfeier seines Chefs zu sorgen. Allerdings ist der Gangsterboss Nase nicht glücklich mit dem Entschluss seiner „Angestellten“, denn er hat andere Pläne mit ihnen.
    Diesmal besteht die Spannung nicht aus der Ermittlung eines Falles durch die Detektive, sondern diesmal geht es darum, ob Lang und Finger es schaffen werden, ehrlich zu werden. Witzig fand ich, wie die beiden ihre moralischen Vorstellungen der Situation anpassen konnten. Ein etwas anderer Fall für die Nordseedetektive mit viel Humor erzählt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Stella – Superpower: Brüder verjagen

    Stella – Superpower: Brüder verjagen

    Oda Valle

    Aus dem Norwegischen von Stefan Pluschkat

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Ein witziger Comic voller verrückter Ideen, zwei Freundinnen und einem neuen Bruder und natürlich Meerschweinchen. Zunächst stellt sich Stella mit einem Steckbrief vor. Hinter dem Punkt „Bestie“ steht Hedda, das ist Stellas beste Freundin und die kann schon sehr rücksichtlos in ihren Einfällen sein. 
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    Und um genau diese Einfälle geht es als Stella ihr davon berichtet, dass Tor, der Freund ihrer Mutter mit seinem Sohn Bo bei ihnen einziehen wird. Nun wird sie noch häufiger Zeuge der Küsse der beiden werden müssen und dann wird auch noch der neue „Bruder“ in ihre Klasse gehen. So kommt Stella auf die Idee Bo blaue Farbe in sein Shampoo zu mischen und deshalb taucht der Junge am ersten Schultag mit blauen Haaren in der Klasse auf. Leider geht Stellas Plan nach hinten los, alle finden den neuen Mitschüler cool und er steht sofort im Mittelpunkt, sogar Hedda setzt sich zu ihm.
    Stellas größter Wunsch ist es ein Meerschweinchen zu besitzen, doch bislang hat ihre Mutter ihr keines erlaubt. So handelt die Geschichte natürlich auch den Meerschweinchen, die die Kinder am Ende zusammenbringen. Stellas Gefühle kommen in den Zeichnungen sehr gut heraus, gelungen fand ich auch, wie sie sich durch das Tragen der Hoodiekapuze abschirmt.
    Die Bilder sind oft nah an den Gesichtern, so dass manchmal nicht alles in den Rahmen passt, was ebenfalls sehr effektvoll ist. Der Inhalt der Geschichte wurde schon oft erzählt, hier gibt es einige witzige Einfälle und unerwartete Wendungen.

    Dagmar Mägdefrau


  • Super Bikes – Das Abenteuer beginnt!

    Super Bikes – Das Abenteuer beginnt!

    Hanna Sörensen

    Stefan Leuchtenberg

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Schon auf dem Cover winkt uns Jump fröhlich zu. Jump ist, genau wie die anderen Protagonist*innen, ein vermenschlichtes Fahrrad. Der behelmte Kopf sitzt auf einen Körper, der mit dem Fahrrad verbunden ist. Mit den Händen halten sie das Vorderrad.
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    Auf den ersten Seiten werden uns die Superbikes mit Namen vorgestellt. Jumps beste Freundin ist Lexi, die beiden hilfsbereiten mutigen Biker erleben elf kleine Abenteuer. Jede Geschichte wird mit vielen bunten actionreichen Bildern erzählt und zeigt, wie wichtig Freundschaft und Unterstützung ist.
    So wird in der ersten Geschichte Fobbs gesucht, der kopfüber an einem Haken an der Hängebrücke hängt. Statt zu helfen, machen sich Spicy und Trips lustig über ihn. Nachdem die Freunde Fobbs befreit haben, sehen sie, dass sich Trips mit dem Hinterrad in einem Gully festgefahren hat. Allein kann er sich nicht befreien und Spicy lässt ihn dann auch noch im Stich. Doch Fobbs kann ihn mit Hilfe seines Hakens befreien. Die Biker werden von einem Gecko begleite, der so eine Art Haustier ist, der aber sprechen kann.
    Ich finde die Super Bikes etwas eigenartig, aber mein vierjähriger Enkel ist total begeistert.

    Dagmar Mägdefrau

  • Fußball Academy – Ein wahres Wunder – Band 7

    Fußball Academy – Ein wahres Wunder – Band 7

    Irene Margil

    Andreas Schlüter

    Jan Saße

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auch in diesem siebten Band besuchen wir wieder die Kinder, die in der Fußball Academy trainiert werden. Diesmal steht Yao im Mittelpunkt des Geschehens. Seine Großeltern haben ihm aus Ghana eine selbst geschnitztes Nashorn geschickt. Yao nimmt ihn als Talisman und ist überzeugt davon, dass es ihm Glück bringen wird.
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    Auch seine Freunde kennen diese Art Glücksbringer und berichten davon. Als Yao von seinem Talisman wünscht, dass es schneit und dieser Wunsch in Erfüllung geht, ist er völlig von den magischen Fähigkeiten des Nashorns überzeugt. Als dann auch noch das Fußballspiel zu Gunsten der Academy ausfällt, weiß Yao, dass er sich auf seinen Talisman verlassen kann. Umso schlimmer ist es, als das Nashorn dann plötzlich verschwunden ist.
    Natürlich gelingt Yao ab da rein gar nichts mehr. Weder in der Schule noch beim Training und als er dann nicht mehr in der Startelf aufgestellt wird, verzweifelt der Junge völlig. Die
    Erklärungen seines Freundes Fiete können ihn nicht überzeugen.
    Neben den vielen Spielszenen, die spannend beschrieben werden, gibt es noch einige Doppelseiten, auf denen in lebhaften Illustrationen die Spielzüge dargestellt werden. Eine sehr schöne Idee, die bei den Leser*innen sicher sehr gut ankommen wird. Mir gefiel es sehr gut. Ein gelungenes Buch für alle, die Fußball mögen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Zwischen Ebbe und Wut

    Zwischen Ebbe und Wut

    Marion Brunet

    Übersetzt von: Maren Partzsch und Carolin Farbmacher

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Astrid Lindgren Memorial Award 2025

    Auf der Vorderseite sehen wir ganz viel Wasser und ein relativ kleines Segelboot von oben. Und um diese Boot geht es in dieser Geschichte. Da ist eine Gruppe Freunde zwei Paare, die, weil sie in der Bretagne aufwuchsen, hervorragend segeln können. 
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    Emma, die uns von diesem Abenteuer berichtet, harmoniert sehr gut mit Clarence. So stellen die Großeltern von Élise das Segelboot zur Verfügung, damit die Gruppe, verstärkt durch Victor, der nicht segeln kann, nach Irland fahren können. 
    Das Buch beginnt gleich damit, dass Clarence tot aus dem Meer gezogen wird und die Gruppe, dessen Anführer er bisher war, sich neu orientieren muss, zumal ein Sturm angekündigt wurde.
    Emmas Erzählweise springt immer wieder in die Vergangenheit und so erfahren wir von ihren Erlebnissen mit Clarence und ihren Gefühlen, die er nicht erwidert. Überhaupt wird unsere Bild von diesem jungen Mann immer genauer und so erfahren wir erst zu Ende, wie er zu Tode kam. Bis dahin wird die Situation der Gruppe auf See immer gefährlicher und wir müssen bangen, ob alle wieder nach Frankreich zurückkehren.
    Ich kenne mich mit dem Segeln nicht aus und mir waren sie Informationen über das Schiff und das Segeln an sich, einfach zu viel. Die Spannung wurde durch die Situation erzeugt, die das Verhalten der Protagonisten und der Sturm erzeugten. Es ging dabei nicht um den möglichen Mord, sondern wie er geschehen konnte. Eine ungewöhnliche Herangehensweise, die mich nicht so richtig erreicht hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Boah, was für ein Fahrrad

    Boah, was für ein Fahrrad

    Caspar David Engstfeld

    Ankerwechsel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Welches Kind wünscht sich nicht ein tolles Fahrrad, alle meine Enkel fahren gerne Rad. Aber hier macht sich Loki auf den Weg sich ein eigenes Fahrrad zusammenzustellen. Sie besucht Leute, die ungewöhnliche Dinge mit ihren Rädern gemacht haben. Das erste Rad macht Musik und es sind viele Boxen darauf installiert. 
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    Eine Dame führt einen ganzen Flohmarkt auf ihrem Rad mit sich. Es finden auch viele Pflanzen und sogar Sportgeräte auf einem Rad Platz. Drei Mäuse haben ihr Fahrrad künstlerisch gestaltet und einen Sticker dazu erstellt, der dem Buch beiliegt. Witzig ist auch das Camper-Fahrrad mit Zelt. 
    Am Ende baut Loki ihr Rad und sie nutzt dazu all die Dinge, die sie von den anderen bekommen hat, dabei.
    Das Ungewöhnliche an dem Buch ist der Aufbau der Seiten, in der Mitte sehen wir das Rad mit dem Fahrer oder der Fahrerin. Oben gibt es eine beschreibende Überschrift und der Text seht rund um das Blatt und ist entgegen dem Uhrzeigersinn zu lesen. Er steht in Kästchen und wird von kleinen Illustrationen unterbrochen.
    Ein sehr farbiges Buch, in dem sicher nicht alles sofort gesehen wird und das Lust auf ein ungewöhnliches Fahrrad macht, so wie Loki es sich gebaut hat. Ich habe zwar kein Rad, aber ich hatte einen Riesenspaß beim Lesen und Anschauen dieses ungewöhnlichen Buches.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der Alleinstein

    Der Alleinstein

    Hilde Biedermann

    Ankerwechsel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die gelbe dicke Raupe und sie hat einen dunklen Stein auf dem Rücken, der bunte Stellen einschließt.
    Um den Stein geht es in dem Buch, es ist der Alleinstein, der über eine lange Zeit gewachsen ist. Er zeigt die unterschiedlichsten Gefühle, die Waldi erlebt. Aber Waldi möchte mehr erfahren und er weiß, dass er durch Reisen viel erfährt.
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    So kommt er zunächst zur Eule Pi, die einen Weinstein unter dem Flügel trägt, der ihn sehr traurig macht. Bald erkennen die beiden, dass dieser rote Stein auch in Waldis Stein vorkommt. Der Maulwurf Hugo hingegen trägt seinen Kleinstein auf der Nase. Er fühlt sich dem entsprechend klein. 
    Der Text ist in handgeschriebenen Druckbuchstaben gedruckt und sehr dynamisch. Es gibt Vermerke und Fragen an die Lesenden, dadurch ist das Lesen nicht ganz einfach, aber sehr spannend und vielfältig. Mir hat es auf jeden Fall viel Freude gemacht zu erleben wie die unterschiedlichen Gefühle hier in Form von Steinen, zu denen die Autorin ein besonderes Verhältnis hat, plastisch dargestellt werden. Auch die kunstvollen Illustrationen sind ungewöhnlich, manchmal kleinformatig und dunkel, manchmal groß und bunt. Es gibt viel zu entdecken und ich habe mir dabei Gedanken über die Gefühle gemacht. Zwischen zwei Seiten gibt es transparente Seiten, die ebenfalls bemalt wurden. Das ist noch einmal etwas Besonderes. Ein wundervolles Bilderbuch über Gefühle, die man hier erkennen und benennen kann, denn es ist wichtig über Traurigkeit in ihren unterschiedlichen Fassetten zu sprechen. So hilft auch in der Geschichte Freundschaft die Schwere der Steine zu verringern.

    Dagmar Mägdefrau

  • George & Lenny sind immer zusammen  

    George & Lenny sind immer zusammen  

    Jon Agee

    Aus dem Englischen von Stefanie Böhm

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem gelben Skatboard sausen die Freunde über das weiße Cover. Die beiden sind immer zusammen und darüber unterhalten sie sich auf dem Spielplatz, während sie rutschen und schaukeln. Doch dann möchte Lenny, die kleine graue Maus unbedingt das Alleinsein ausprobieren.
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    Zunächst versteht George das nicht und will ihn auch dorthin begleiten, aber dann verschwindet Kenny in einer kleinen Hütte und dort macht er vieles allein, doch irgendwie ist George immer bei ihm, so malt er ihn. Am Ende sind beide froh wieder zusammen zu sein.
    Die Geschichte wird mit viel Humor und einfachen Zeichnungen erzählt und sie zeigt, wie wichtig Freundschaft für uns alle ist.

    Dagmar Mägdefrau


  • Freiheit für die Waldwiesel

    Freiheit für die Waldwiesel

    Stephan Quittieren

    Barbara Jung

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre


    Das Wiesel Piet muss in die große Stadt! Er ist der Einzige, der einer großen Aktion entkommen ist, bei der alle Wiesel des Waldes – seine Mutter und Schwester Cilli eingeschlossen – gefangen wurden. Für Piet ist klar, dass er alle aus der „Wiesel-Fabrik“ in der Stadt retten muss. Aber wie kommt er in die Stadt? Und wie kann er die Wiesel befreien?

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    Im Laufe seiner Mission begegnet Piet Tieren, die ihm helfen, wie den Siebenschläfer Hugo oder die Kanalratten. Gleichzeitig lernt er, dass nicht nur die Menschen eine Gefahr für Tiere sein können. Da ist der Marder Toni, der rücksichtslos Tiere ausbeutet, oder die speziell gezüchteten Riesenhunde, die die Fabrik bewachen.

    Stepha Quitterer hat mit viel Fantasie und Sprachwitz eine Tierwelt geschaffen, die ein Spiegelbild der Menschenwelt ist. Manches ist witzig, wie etwa „Junge Dachsfamilie, 5 Kinder, reinlich, gebildet, solides Einkommen, sucht dringend Wohnung im Kiez. Ab 20 Wohnkammern, mindestens 10 Eingänge“, oder der Glaube der Ratten, dass die Menschen ihnen in den Tagen vor Silvester „per Klospülung extra Bratenreste und Unmengen Klöße, Kartoffelbrei und Rotkohl schenken“. Vieles lässt einen aber auch schlucken wie z.B. die Vorurteile, die die Tiere untereinander hegen.

    So hat Piet einen „Krähen-Bruder“, der als Küken von Piet und seiner Mutter vor dem Verdursten gerettet wurde. Offiziell aber können Wiesel und Krähen nicht befreundet sein, denn „Krähen sind voller Läuse“, „nehmen es mit der Pünktlichkeit nicht so genau“ und „klauen alles, was nicht niet- und nagelfest ist“.

    Besonders bedrückend ist auch der Moment in dem Piet klar wird, dass alle anderen Waldtiere von der „Entwieselung des Waldes“ wussten, aber keiner den Wieseln half, um sich nicht selbst zu gefährden. So machen sich die Eichhörnchen zu Gehilfen dieser Aktion. Und in der „Fabrik“ sind Wiesel als Aufseher eingesetzt, die keine Gnade mit ihren Artgenossen kennen.

    Dieses Buch gibt viel Stoff zum Nachdenken und miteinander reden. Nicht zuletzt über die Haltung des Siebenschläfers Hugo, der überzeugt ist, für Piet verantwortlich zu sein, weil er sich entschieden hat, ihm das Leben zu retten: „Ich muss zu dieser Entscheidung stehen. Dafür sorgen, dass es eine gute Entscheidung war.“

    Eine tolle Abenteuergeschichte, die ganz nebenbei viele wichtige Werte vermittelt – mit schönen Illustrationen. Sehr lesenswert!

    Beate Böhm

  • Das magische Mal – Chaos in der Zauberschule

    Das magische Mal – Chaos in der Zauberschule

    Ina Krabbe

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Clarissa, Marlon und Elmar besuchen die Zauberschule auf Schloss Simbalablitz. Sie gehen in die zweite Klasse und müssen nun das Zauber-1x1 samt der dazugehörigen Sprüche lernen. Durch einen zufälligen Fund einer Zaubertafel in der Bibliothek der Schule entsteht plötzlich Chaos: Auf einmal wimmelt es in den Klassenräumen von Tieren.
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    Doch das Durcheinander droht außer Kontrolle zu geraten – die Schule steht sogar vor der Schließung. Die drei müssen nun schnell die Rätsel der Steintafel lösen, um ihre Schule zu retten.
    Da bei meinem achtjährigen Sohn gerade tatsächlich das Einmaleins-Lernen ansteht, kam das Buch genau richtig. Wir haben gemeinsam angefangen zu lesen, und er hat großen Spaß daran. Die Geschichte ist schön geschrieben und bleibt durchgehend spannend, sodass man gerne weiterliest. Auch wenn der erste Schritt darin besteht zu verstehen, wie das Multiplizieren funktioniert, hilft das Buch dabei, das Einmaleins spielerisch zu verinnerlichen. Die Merksprüche machen das Lernen deutlich unterhaltsamer – es ist kein stupides Auswendiglernen. Insgesamt ein sehr schönes Buch, das ich gerne weiterempfehle.

    Katrin Hemmerich
  • Meisterdetektiv Mausebart – Wo ist Gustav Giftzahn – Band 1

    Meisterdetektiv Mausebart – Wo ist Gustav Giftzahn – Band 1

    Charley Rabbit

    Aus dem Englischen von Ulrich Thiele

    Karibu

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    In einer Stadt voller Tiere ist der beliebte Restaurantbesitzer Gustav Giftzahn spurlos verschwunden. Der neue Bewohner der Stadt, Meisterdetektiv Mausebart, macht sich gemeinsam mit seinem Gehilfen Mopsi auf die Suche nach dem Entführer.

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    Doch immer, wenn sie glauben, ihm dicht auf den Fersen zu sein, ist er ihnen wieder einen Schritt voraus. Ob es den beiden trotzdem gelingt, den Täter zu schnappen, wird sich zeigen!Ich habe das Buch zusammen mit meinem achtjährigen Sohn gelesen, und wir waren beide von der ersten Seite an begeistert. Die Geschichte ist sehr humorvoll erzählt: Die Stadt wird ausschließlich von Tieren bewohnt – von Schlangen, Pavianen und Bullen bis hin zu Tauben als Polizisten oder einem Meerschweinchen als Erfinder. Dazu kommen viele witzige Wortspiele und liebevoll gestaltete Illustrationen, über die wir oft lachen mussten.
    Besonders gelungen fanden wir die abwechslungsreiche Mischung aus Comic-Abschnitten und normalem Text. Dadurch bleibt das Lesen spannend und motiviert Kinder, immer weiterzulesen.
    Mein Sohn war am Ende allerdings etwas enttäuscht: Zwar wird ein zweiter Teil indirekt angekündigt, aber bisher gibt es noch keine Informationen dazu, wann er erscheinen wird.

    Katrin Hemmerich

  • Psst, Krach, Bumm – Wie klingt ein Tag?

    Psst, Krach, Bumm – Wie klingt ein Tag?

    Fred Paronuzzi

    Mariana Ruiz Johnson

    Übersetzt aus dem Italienischen von Stefanie Beck

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ich finde es erstaunlich, dass dieses Buch übersetzt werden musste, denn der Text besteht ausschließlich auch den Geräuschen, die wir im Laufe eines Tages hören. So klingelt morgens der Wecker „Klingeling!“ und Papa ruft „Huhu“ um sein Kind, das noch im Bett liegt zu grüßen. 
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    Ein „Blubb, Blubb“ kommt aus dem Aquarium und die schnurrende Katze liegt gemütlich auf der Bettdecke. Beim Frühstück wird geschlürft und geschmatzt, im Bad hören wir ein „Plitsch, Platsch“ am Waschbecken, das Auto tutet auf dem Weg zur Kita und dort geht es richtig laut her mit ganz vielen verschiedenen Geräuschen.
    Ich kann mir gut vorstelle beim Vorlesen die Kinder nach den Geräuschen zu fragen, vielleicht fallen ihnen noch mehr oder andere ein? Die Illustrationen, die immer eine Doppelseite füllen sind sehr bunt und zeigen auf eine besonders Weise den Tagesablauf in der Familie. Ein fröhliches Buch, dass sicher auch kleineren Kindern schon gezeigt werden kann, denn das Nachahmen der Geräusche regt die Stimme und die Modulation sicher an.

    Dagmar Mägdefrau

  • Vampire und Monster

    Vampire und Monster

    Stephanie Runge

    Jutta Wetzel

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Wir sehen den bleichen Viktor in seiner Tarnung über das Cover huschen, er hat es eilig, denn er möchte die „Königin der Nacht“ blühen sehen.
    Aber zurück zum Anfang, Viktor, der Vampir, schaut mit seiner Schwester einen Gruselfilm, da werden Vampire von Menschen gejagt und gegessen.
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    Doch dann wird in den Nachrichten von der seltenen Blühte berichtet und Viktor beschließ sich auf den Weg in den Botanischen Garten zu machen. Bald muss er feststellen, dass es sehr viele Menschen unterwegs gibt und er befürchtet ja, erkannt und gefressen zu werden. So gelangt er auf den Markt und erwartet, dass der Metzger dort Vampirfleisch anbietet und ist, überrascht, als er erfährt, dass Menschen nur Tiere essen. So werden noch einige Missverständnisse geklärt.
    Die witzige Geschichte, die aus Sicht des Vampirs Viktor erzählt wird, zeigt, was Vorurteile oder falsche Vorstellungen bewirken. Ich habe nur einzige Frage: „Woher hat der Vampir Geld, um zu bezahlen?“ Das Buch ist sehr schön zu lesen, denn es hat neben der großen Schrift noch viele schöne bunte, teilweise große Bilder.

    Dagmar Mägdefrau
  • Was guckst du? – Carlas Comics – Band 4

    Was guckst du? – Carlas Comics – Band 4

    Jutta Nymphius

    Volker Fredrich

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Cover zeigt uns Carla und ihre beste Freundin Samira, die beiden sind seit dem Abschied aus der Kita befreundet. Denn da war Carla trotz ihres wunderschönen neuen Schlafsacks traurig, als es bei der Übernachtung ans Schlafen ging. Doch da kam Samira und sie brachte noch leckere Baklava mit, die ihnen prima mit den Schokoladenkeksen schmeckten. 
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    Doch nun hat Samira das Fußballspielen für sich entdeckt und so sagt sie wegen eines wichtigen Spiels die Übernachtung bei Carla, die zu einem festen Ritual wurde, ab. Darüber zerbricht am Ende die Freundschaft und alle Ratschläge und Versuche sie wieder zu festigen funktionieren leider nicht.
    Im Laufe meines Lebens sind viele Freundschaften zu Ende gegangen, ganz ohne Streit, einfach, weil das Leben sich änderte und Neues entstand. Das erleben wir hier mit Clara und sie übersteht diese traurige Zeit, behält die Erinnerung daran und orientiert sich neu.
    Carla liebt es zu zeichnen und sie hat zudem noch einen sehr kreativen Bruder, das kommt ihn der besonderen Form, in der das Buch gestaltet ist, gut zur Geltung. Es gibt, wie immer in dieser Reihe, eine Doppelseite Text und danach eine Doppelseite mit Zeichnungen. So ist das Buch nicht nur gut lesbar, es hilft auch die Geschichte zu visualisieren. Eine ungewöhnliches Thema, das aber sicher viele Kinder, denen es genauso geht wie Carla, belastet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Olchis – Das Sams – Die kaputte Wunschmaschine – Band 1    

    Die Olchis – Das Sams – Die kaputte Wunschmaschine – Band 1    

    Erhard Dietl

    Paul Maar

    Stephanie Stickel

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Die Wunschmaschine von Herrn Taschenbier ist kaputt – und natürlich brauchen Herr Taschenbier und das Sams dringend Hilfe. Also machen sie sich auf den Weg zu Herrn Brausewein ins Labor. Dort sorgt das Sams allerdings erst einmal für ordentlich Chaos und spielt neugierig mit einem Spray herum. 
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    Das Problem: In der Flasche befindet sich ein Verjüngungsmittel, von dem Herr Taschenbier eine ordentliche Portion abbekommt. Prompt verwandelt er sich in ein Baby!
    Da sich weder das Sams noch Herr Taschenbier besonders gut mit Babys auskennen, bleibt nur eine Lösung: Die Olchis müssen helfen – schließlich haben die selbst Erfahrung mit einem Olchi-Baby. Ob sie es gemeinsam schaffen, Herrn Taschenbier wieder zurückzuverwandeln?
    Mit dem Sams verbinde ich viele schöne Kindheitserinnerungen, denn die Geschichten wurden mir früher oft vorgelesen und später habe ich sie selbst begeistert gelesen. Die Olchis dagegen kenne ich tatsächlich kaum. Gerade deshalb finde ich dieses Crossover der beiden beliebten Kinderbuchwelten besonders originell und witzig. Beide Figuren haben ihren ganz eigenen frechen und chaotischen Humor, was wunderbar zusammenpasst.

    Das Buch eignet sich toll zum Vorlesen, macht aber auch fortgeschrittenen Erstlesern viel Spaß. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie die beiden bekannten Kinderbuchautoren die Geschichte der beiden Kultfiguren weitererzählen.

    Katrin Hemmerich
  • Päckchensommer

    Päckchensommer

    Jasmin Schaudinn

    Stéffie Becker

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Kalle und Frieda leben zusammen mit ihrem Papa, der Paketbote ist. Endlich ist es so weit: Die drei wollen gemeinsam nach Italien in den Urlaub fahren. Doch dann ruft der Chef an und streicht kurzfristig den Urlaub. Als der Papa merkt, wie traurig Kalle darüber ist, lenkt er spontan den Postwagen auf die Autobahn – und die abenteuerliche Reise Richtung Italien beginnt.
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    Päckchensommer ist ein wunderbares Vorlesebuch, das auch von fortgeschrittenen Erstlesern sehr gut selbstständig gelesen werden kann. Die Geschichte wird aus der Sicht von Kalle erzählt. Dabei bekommt man die Eindrücke, Gedanken und Sorgen eines Kindes im Grundschulalter hautnah mit – sei es die am Nordpol forschende Mutter, die Traurigkeit des Papas diesbezüglich oder die vielen Gefühle rund um die Reise nach Italien. Die einzelnen Ereignisse werden so schön und bildlich beschrieben, dass man sie direkt vor dem inneren Auge sieht. Für Kinder ist es eine wunderschöne Geschichte mit einem tollen Happy End.

    Katrin Hemmerich