• Hört uns mal zu!

    Hört uns mal zu!

    Andrea Behnke

    Johanna Mücke

    Hase und Igel

    Leseempfehlung 5. – 8. Klasse

    AkkordWort ist ein Jugendtreff, in dem viel Musik gemacht wird. Nino bringt sein Akkordeon mit, Mitray spielt auf ihre Bağlama, einer langhalsigen Zupflaute. Cecile besucht eine Musikschule und spielt schon sehr gut auf ihrer Querflöte. Ergänzt wird die Gruppe durch Mateo, der hervorragend Texte schreibt und sie gerne als Rap vorträgt.
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    Diese ganz unterschiedlichen Jugendlichen machen gemeinsam Musik mit Bennet, einem Lehrer, der nachmittags im AkkordWort arbeitet. Als die Leiterin den vieren den Vorschlag macht zur Ausstellungseröffnung einer NS-Gedenkstätte etwas beizutragen sind diese sofort begeistert. Zu Vorbereitung besuchen sie den Südbahnhof, denn von hier wurden die Menschen deportiert. Obwohl sie schon in der Schule von der Shoah gehört hatten, waren die Jugendlichen entsetzt von der Menge der getöteten Menschen. Nino hört hier auch von den Homosexuellen, die ebenfalls in Konzentrationslager kamen. Alle Vier feilen immer wieder an Texten und bringen dabei ihre eigenen Gefühle ein. Doch dann steht an der Wand des AkkordWort „Schwulenheimat“ und die Besucher des Treffs müssen sich um die Zukunft des Ortes, den die als ihr „Daheim“ empfinden, sorgen.

    Das Buch hat 144 Seiten und einige bunte sehr gelungene Illustrationen, es ist also sehr gut zu lesen. Zumal die Geschichte sehr spannend erzählt wird. Abwechselnd spielen die Kapitel im AkkordWort und bei den Jugendlichen, so erfahren wir einiges über die familiäre Situation der Jugendlichen. Aber auch die Vergangenheit, die hier mit dem Bahnhof einen Ort hat und mit einem alten Mann, der von seinem Leben als Kind im Krieg berichtet, ist Thema in der Geschichte. Die Auseinandersetzung mit Homosexualität, damals und heute. Aussprüche, die zeigen wie weh solche Aussagen tun und hilfreiche Menschen, die sich für den Treff einsetzen. Sehr gut gefielen mir die Passagen, in denen es um KI und ihre Auswirkungen ging und wie real die Situation beschreiben wird. Für Schulen gibt es Begleitmaterial und ich finde, dass dieses Buch eine hervorragende Schullektüre ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Du bist ein Wunder – Entdecke, wie erstaunlich du bist

    Du bist ein Wunder – Entdecke, wie erstaunlich du bist

    Katharine Halligan

    Sophia O´Connor

    Übersetzung Elena Bruns

    DK

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover ist wunderschön gestaltet, ganz leicht schwebt das Kind über dem Rüssel des Elefanten und die Schrift ist in Gold gehalten. Jede Aussage ist über eine Doppelseite gezeichnet, zu Beginn sehen wir einen Wal und in Druckbuchstaben steht dort „Du bist größer als eine Luftblase…und kleiner als ein Wal.“ Es gibt jeweils zwei Textblöcke mit Sachwissen zum Blauwal. Ergänzend ist zu lesen „Du bist groß und du bist klein.

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    Diese direkte Ansprache macht den Text zu etwas sehr Persönlichem. Weiter geht es mit dem Fliegenpilz und ich war erstaunt, dass es Exemplare gibt, die einen halben Meter hoch sind. Die Geschwindigkeit einer Schildkröte wird der eines Gepards gegenübergestellt. Die Lautstärke mit der ein Gewitter daher kommt, die Härte von Wasser zu der Härte eines Diamanten und das Gewicht eines Elefanten zur Pusteblume.

    So gibt es ein Menge Vergleiche und damit auch viele Informationen und das Buch endet mit der Feststellung „—du bist erstaunlich!“ Dank den wundervollen poetischen Bildern, den Tatsachen-Sätzen und den Sachinformationen lässt sich das Buch sehr schön einem Kind vorlesen und ich glaube es entsteht dadurch eine besondere Nähe zwischen Lesendem und Kind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Straßenbahn ins Leben    

    Die Straßenbahn ins Leben    

    Pea Ranno

    Aus dem italienischen Ulrike Schimming

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Rom, der 16. Oktober 1943.Die Deutschen haben Rom besetzt und führen eine Razzia im jüdischen Ghetto durch. Emanuele wird dabei von seiner Mutter getrennt und flieht. Er steigt in eine Straßenbahn und vertraut sich dort dem Fahrkartenkontrolleur an. Zweieinhalb Tage fährt Emanuele mit dieser Straßenbahn durch Rom. Durch die Menschlichkeit bzw. Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter der Bahn wird er schließlich gerettet. 
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    Bis ein Freund der Familie ihm mitteilt, dass der restliche Teil seiner Familie die Razzia überlebt hat, und Emanuele zu ihnen bringt.

    Die Geschichte von Emanuele beruht auf wahren Begebenheiten. Sie ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und er lebt bis heute.

    Ich bin der Meinung, dass gerade in der heutigen Zeit solche Geschichten besonders wichtig sind, damit Kinder möglichst viel über diese schreckliche Zeit erfahren. Das Buch ist so geschrieben, dass Kinder ab etwa zehn Jahren die Geschichte gut verstehen und auch problemlos selbstständig lesen können.

    Die Sprache ist sehr bildlich und durch ein Glossar werden Wörter und Orte, die vielleicht nicht bekannt sind, verständlich erklärt. Dadurch kann man die Geschichte und die damalige Zeit sehr gut nachvollziehen.

    Ich kann dieses Buch absolut empfehlen und bin dankbar, dass ich es lesen durfte!

    Katrin Hemmerich 

  • Wer macht hier Buh?   

    Wer macht hier Buh?   

    Jeane Wills

    Brain Fitzgerald

    Aus dem Englischen von Christiane Steen

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover ist schon der ganze Königshof und das grüne Gespenst zu sehen. Wenn wir das Buch aufschlagen, ist alles auf der Doppelseite grün. Da ist der grün-grüne Wald und das grün-grüne Schloss. Die nächste Seite ist unterteilt und zeigt uns die Räume, in einem schläft der König auf einer Couch.

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    Da kommt mit einem „Buh!“ ein ebenfalls grünes Gespenst. Der König verdächtigt zunächst seine Frau ,ihn mit dem „Buh!“ erschreckt zu haben. Aber bald wird auch die Prinzessin, die viele grüne Matratzen auf ihrem Bett liegen hat, erschreckt. Sie verdächtig ihren Bruder, der alles von sich weist und den Ritter verdächtigt. Der fängt den Narr, der auch nicht „Buh!“ rief, der aber eine gute Idee hat und vorschlägt, alles im Schloss rot anzumalen, damit man den grünen Geist besser sehen kann.

    Die witzigen Gestalten fallen durch ihre stechenden, erstaunt schauenden Augen auf und die Geschichte lässt sich so schön vorlesen, weil die Kinder viel Spaß an diesem Humor haben.

    Ich denke, dieses Buch wird wieder ein Dauerbrenner in unserer Vorlesekiste, die Enkel sind auf jeden Fall begeistert.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Tempelbande – Die Götter stehen Kopf – Band 1  

    Die Tempelbande – Die Götter stehen Kopf – Band 1  

    Rüdiger Bertram

    Wenke Kramp

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Die Serie „Meine Comic Lese-Abenteuer“ wendet sich an Erstleser und ist eine Mischung aus Erzählung, Comic und Rätsel. Diesmal führt uns die Geschichte ins antike Griechenland, dort lernen wir die Götterkinder Nika und Leon kennen. Die beiden haben viel Unsinn im Sinn und weil sie zaubern können, lassen sie Brei auf die Stadt regnen. Sie finden das lustig und auch den Einwohnern scheint es zu gefallen. 
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    Nur Alex, der ebenfalls ein Göttersohn ist, ärgert sich darüber, dass er überall mit klebrigem Brei vollgeschmiert ist und petzt alles dem Vater der beiden. Da dem Vater ein Missgeschick mit Öl geschieht und er entsprechend wütend ist, gibt er seinen Kindern eine schlimme Strafe auf. Sie sollen den stinkenden Stierstall ausmisten.

    Unten auf jeder Seite ist ein kleiner Balken zu sehen, der den Lesefortschritt abbildet und die kleinen Rätsel sind leicht zu lösen. Hinten im Buch gibt es noch schöne Anleitungen, mit denen wir selbst ein Tier zeichnen lernen und zum Schluss meldet sich der Autor Rüdiger Bertram selbst zu Wort und er erzählt uns in einem Comic etwas über Götter. Wie ich finde, eine witzige Idee.

    Das Buch liest sich sehr gut, die Geschichte von Nika und Leon wird humorvoll, aber mit literarischem Hintergrund erzählt. Die vielen bunten Bilder haben eine passende Dynamik und die kleinen Comics lockern alles noch zusätzlich auf. Eine tolle Reihe und ein hervorragender erster Band.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mit Maus in den Bergen    

    Mit Maus in den Bergen    

    Alice Melvin

    Übersetzt von Susanne Weber

    Kunstmann

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Nachdem Maus auf dem Fluss und am Strand unterwegs war, führt sie uns diesmal in die Berge. Auf dem Cover sehen wir sie mit Wanderkleidung, Rucksack und einer Wanderkarte. Zuerst muss sie eine Fahrkarte kaufen und mit dem Zug im Schlafabteil Richtung Berge starten. Wir begleiten sie auf der Reise und können im Buch einige Klappen öffnen und so ins Abteil und ins Bahnwärterhäuschen schauen. 
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    Detailliert ist alles genau gezeichnet. Vorbei am kleinen Café geht Maus dann los. Von Weitem sieht sie den Zug fahren und die Berge tauchen hinter dem Nebel auf. Übernachtet wird in einer Berghütte, dann führt der Weg zu einem Wasserfall. Mutig springt Maus in den Bergsee.

    Die Wanderung zeigt uns die Flora und Fauna sehr genau und am Ende haben wir einen freien Blick auf die Landschaft und können vorher besuchte Plätze entdecken. Am Ende des Buches gibt es noch einige Sachinformationen.

    Der gereimte Text liest sich manchmal etwas holprig, er erzählt aber sehr schön die Geschichte zu den wundervollen Illustrationen. Hier kann man vor und nach dem Urlaub in der herrlichen Natur schwelgen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wölkchen ist weg!

    Wölkchen ist weg!

    Daniela Kulot

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Als ich das Cover sah, bekam ich Sternchen in meinen Augen und wollte sofort ans Meer fahren. Leuchtturm, Segelboot, ein reetgedecktes Haus und eine Herde Schafe, am Himmel eine Schar Möwen, genau so muss es aussehen. Wir hören von den Schafen, wie sie über die Möwen denken und auf der nächsten Seite erfahren wir die Gedanken, die sich Möwen über Schafe machen. Leider sprechen beide nicht gut übereinander.

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    Nur das kleine Schaf Wölkchen und die jungen Möwe Mio interessieren diese Gespräche nicht. Doch dann taucht Björn Schaf auf und er fragt nach Wölkchen und so macht sich die ganze Herde auf, um wohl organisiert nach dem Schäfchen zu suchen. Doch Wölkchen hat es sich in einem Strandkorb gemütlich gemacht und es freut sich, dass Mio sich dazusetzt. Die beiden sind nicht der Meinung der alten Tieren, sie sind neugierig auf die anderen und bewundern sie sogar. Zusammen machen sich die beiden auf den Heimweg, immer den kleinen Schafskötteln nach.

    Vorurteile überwinden und Freundschaft zu schließen, ist ein wichtiges Thema in diesem wundervollen Bilderbuch. Am Ende, wenn die Sonne ins glitzernde Meer taucht, sind alle Tiere näher zusammengerückt. Die Illustrationen zeigen genau die Küstenlandschaft, die gerade wir Ruhries lieben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich mag nur Nudeln ohne Soße!

    Ich mag nur Nudeln ohne Soße!

    Alicia Metz-Kleine

    Gareth Ryans

    Gabriel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das kennen wir doch alle, dass die Kinder sich scheuen Neues zu probieren und alles ablehnen, außer die trockenen Nudeln, Pommes oder Reis. Bloß kein Gemüse und schon kein grünes.

    Hier lernen wir zunächst Wanda kennen, die schon etwas aufgeschlossener in Sachen Essen ist. Während ihr kleiner Bruder Luis trotz Superheldenumhang da eher nicht so mutig ist.

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    Wir starten gleich beim Frühstück in der Küche von Wandas Familie. Auf Wandas Frage, warum es bei ihnen nur im Sommer Erdbeeren gibt, erklärt Papa welches Obst und Gemüse bei uns Saison hat und das die anderen Sachen oft von weit herkommen. An das Kind geht die Frage, welches Obst wohl jetzt Saison hat. Bei der Beantwortung hilft eine entsprechende Abbildung. Dazu gibt es eine Erklärung für die Eltern und einen Tipp, wie man Kresse sät. Dann geht’s in den Supermarkt zum Einkaufen. Zu Hause werden zwei Obstsorten probiert, die die Familie noch nicht kennt und danach geht’s ans Kochen.

    Im Verlauf des Buches geht es dann auch um Zucker und darum welche Lebensmittel gesund sind. Es gibt ein „Selbstmach-Essen“ wo jeder sich das auf den Teller legen kann, was er möchte und mag. Am Ende gibt es ein großes Familienfest und in dem Zusammenhang geht es um Regeln bei Tisch. Auf der letzten Seite isst die Familie von Wanda dann gemeinsam Pfannekuchen, die gehen eigentlich auch immer.

    Die allerletzte Doppelseite wendet sich dann direkt an die Eltern. Ich glaube nicht nur die Kinder können viel lernen beim Lesen dieses Buches, auch die Eltern werden noch das eine oder andere Ausprobieren oder in den Alltag integrieren können. Aber was das Wichtigstes ist, es macht Spaß das Buch zu lesen und die comicartigen Bilder anzuschauen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Allerlei Zauberei  

    Allerlei Zauberei  

    Paul Maar

    Michael Sowa

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Schon das Cover zeigt ein Sammelsurium an Szenen, die aus einem Märchen stammen könnten. In der Mitte das weiße Kaninchen im Zylinderhut. Das Buch beginnt mit dem Rumpelstilzchen und zunächst ist auch alles so wie wir es kennen, erst am Ende lesen wir, dass die Königstochter den Namen des giftigen kleinen Mannes gegoogelt hat.

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    Weil Georg einer alten Frau half aus dem Bus auszusteigen, nannte sie, die in Wirklichkeit eine Zauberin war, dem Jungen zwei Zauberworte. Herr Scheibenkork, der als Zauberer auftritt und dabei mit Ticks arbeitet, benötigt einen neuen Zylinder und der muss feststellen, dass der doch wohl zaubern kann. Der Korrespondent Jakob Grimm berichtet von der Taufe Dornröschens, wo weise Frauen auftauchen. König Rasmus heiratet eine hübsche junge Frau, mit der er ein Kind bekommt, doch bald wird die von einer bösen Fee geraubt, die sich dann für die Königin ausgibt. Zu ihrer Befreiung muss der junge Prinz viele Abenteuer bestehen. Rosa erlebt einiges beim Fahrstuhlfahren in der Nacht. Die letzte Geschichte „Der fliegende Koffer“ ist schon recht lang und sie hat viele unerwartete Windungen, die zeigen mit wieviel Fantasie da Märchen neu erdacht werden.

    Neben den abenteuerlichen Geschichten, die mit einem Augenzwinkern erzählt werden, gibt sehr schöne Gemälde, die das Lesen des Buches noch interessanter machen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Frohe Weihnachten, Willi Wiberg  

    Frohe Weihnachten, Willi Wiberg  

    Gunilla Bergström

    Deutsch von Stefan Pluschkat

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der kleine Willi ist inzwischen 7 Jahre alt geworden und deshalb darf er Weihnachten zusammen mit Klein-Benni am Erwachsenentisch sitzen. Zusammen mit Oma decken die beiden Jungen den Tisch für 21 Gäste festlich. Willi darf die guten Gläser, die wie Cola-Gläser aussehen, auf den Tisch stellen. Dann kommen die Gäste und das Essen geht los. 
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    Weil Oma Willi gebeten hat auf Klein-Benni aufzupassen sitzen die beiden zusammen und Willi tut alles, damit der Kleine sich wohlfühlt. Er hilft ihm beim Essen und kümmert sich liebevoll. Doch dann passiert es doch, Klein-Benni stößt eine Glas um, das klirrend zu Boden fällt. Nicht nur Willi, sondern auch die Erwachsenen helfen und trösten, doch Klein-Benni schämt sich, weil er das Fest gestört hat. Im Laufe der Feier wird dann ein Lied gesungen, in dem es darum geht, die Gläser klirren zu lassen. Da rennt Klein-Benni in die Küche, weil er denkt, dass sein umgefallenes Glas gemeint ist.

    Wie schön, dass sich unser kleiner Willi, den ich schon mit meinen Töchtern vor bald 40 Jahren kennengelernt habe, sich zu so einem empathischen und lieben Jungen entwickelt hat. Es ist wunderschön zu sehen, dass er sich so lieb um Benni kümmert und dass er ihn als einziger versteht. Die Illustrationen sind so herrlich vertraut und Willi hat sich äußerlich nicht verändert, Immer noch hat er wenige Haare und ein verschmitztes Lächeln, das ihn los liebenswert macht. Der Text ist schon etwas länger, aber die Geschichte passt einfach so gut zum Weihnachtsfest.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn sieben kleine Hasen mit Schwung durch die Adventzeit rasen 

    Wenn sieben kleine Hasen mit Schwung durch die Adventzeit rasen 

    Sabine Praml

    Christiane Hansen

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die wunderschönen in Reimen erzählten Geschichten von der Hasenfamilie gehen in der Adventzeit weiter.

    Die Illustrationen sind fast schon Wimmelbilder, so viel gibt es hier zu entdecken. Das Cover zeigt die fröhlichen Hasenkinder auf dem Weihnachtsmarkt. Wie es viele Mütter von sich kennen, erklärt die Hasenmama, dass es in dieser Adventzeit „keine Hektik, Stress und Streit“ geben wird.

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    Allerdings kommt schon Valentin mit einem Zettel aus der Kita, da sollen Kekse für den Basar gebacken werden. Deshalb geht es zunächst in den Supermarkt zum Einkaufen. Die Kekse werden schnell gebacken, aber Titus baut ein riesiges Lebkuchenhaus. Die Deko muss auch noch aufgehängt werden und so wird erstmal gebastelt. Dann geht’s zum Geschenkekauf auf dem Weihnachtsmarkt, dort geht Baby Matti verloren. Dann schafft es die Familie den letzten schiefen Weihnachtsbaum zu kaufen, aber nach einem Spaziergang im Wald sind alle in Weihnachtsstimmung.

    Ja, ich denke, das ist der ganz normale Wahnsinn, den die Adventzeit so mit sich bringt. Es wird hier in schönen Reimen und mit liebevoll bis in die kleinste Kleinigkeit schön gestalteten Bildern von den sieben kleinen Hasen berichtet. Wir werden das Buch sicher in der Vorweihnachtszeit gerne lesen. Aber ich verrate euch, auch jetzt im September hatten meine Enkel Spaß daran.

    Dagmar Mägdefrau

  • Triggerwarnung – Dieses Buch handelt von sexualisierter Gewalt   

    Triggerwarnung – Dieses Buch handelt von sexualisierter Gewalt   

    Tim Berkels

    Franziska Kolmer

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Das Buch ist sehr gut aufgebaut und erklärt zunächst den „Sexualtrieb“ und wie unterschiedlich er sich entwickeln kann. Über den Begriff „Aggression“ geht es zur Gewalt, die sich in diesem Fall auf die Sexualität bezieht. Da geht es um Missbrauch und Vergewaltigung. Zunächst steht der Straftäter oder die Straftäterin im Fokus, hier gibt es neben den Erklärungen auch kleine Fallbeschreibungen. 
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    Es werden Fantasien beschrieben, die später mit Gewalt umgesetzt werden. Die Gefühle der Täter werden hier beängstigend genau beschrieben.

    Dann wird der Fokus auf die Betroffenen gelenkt. Das „Nein-Sagen“, und weshalb es oft nicht klappt oder es nicht beachtet wird. Störungen, die entstehen können, bis hin zum getriggert werden. Ich hatte noch nie von der „anonymen Spurensicherung“ gehört und ich denke, das ist ein sehr wichtiger Rat für Menschen, die missbraucht wurden.

    Wie es dann vor Gericht weitergeht und wie die Strafen aussehen können, lesen wir im letzten Teil. Danach geht es um Hilfsmöglichkeiten.

    Gerade bei diesem schwierigen Thema ist es wichtig, dass junge Menschen, die merken, dass ihre sexuelle Neigung zu Gewalt führen könnte, Hilfe erfragen können.

    Unter der entsprechenden Überschriften gibt es eine Erklärung in blauer Schrift, wichtige Sachinformationen sind in einem pinken Kästchen zu lesen und die Fallgeschichten sind nochmals besonders gekennzeichnet.

    Ich habe in der letzten Zeit immer wieder von Jugendlichen gelesen, die angeregt durch das Internet fragwürdige sexuelle Aufklärung erfahren haben, diese, aber auch die, die durch Missbrauch im Elternhaus selbst betroffen sind, finden in diesem Buch viele Tipps. Dabei wird ihr Verhalten nicht abgewertet und deshalb glaube ich, dass einige die angebotenen Hilfen nutzen werden. Auf der anderen Seite geht es um die meist weiblichen Opfer, die hier aufgebaut werden und denen die Scheu vor der Anzeige durch hervorragende sachliche Erklärungen genommen wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Schascha und der Buchspazierer  

    Schascha und der Buchspazierer  

    Carsten Henn

    Annelie Schulze

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre


    Schascha ist neun Jahre alt und liebt Bücher über alles. Sie lebt in einem Haus am großen Marktplatz. Dort begegnet sie dem Buchhändler Carl Kollhoff, der die bestellten Bücher zu den Menschen nach Hause bringt. Jeden Tag zur selben Zeit spaziert er durch die Stadt und besucht immer dieselben Personen. Schascha spricht ihn eines Tages an und möchte unbedingt mit ihm gemeinsam seine Runde gehen.
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    Langsam, aber sicher entwickelt sich eine besondere Freundschaft zwischen den beiden. Gemeinsam bringen sie den Menschen die Geschichten, die zu ihnen passen, und schenken ihnen damit Mut und Hoffnung. Doch dann entdeckt Schaschas Vater, was seine Tochter jeden Nachmittag unternimmt. Schon bald muss sie zeigen, wie viel Mut und Herz in ihr stecken.

    Ich kenne bereits das Buch für Erwachsene und natürlich auch den Film, der vor zwei Jahren erschienen ist. Zu Beginn konnte ich mir nicht vorstellen, dass sich diese Geschichte so gut als Kinderbuch adaptieren lässt. Doch ich wurde eines Besseren belehrt.

    Ich war sehr erfreut, dass es Carsten Henn gelungen ist, diese Geschichte so schön und kindgerecht zu erzählen. Denn die Geschichte über Ängste, Probleme, Gefühle und den Mut, der aus Freundschaft entstehen kann, zeigt auch Kindern, dass sie mit vielen Dingen nicht alleine sein müssen.

    Das Buch eignet sich wunderbar zum Vorlesen und lässt sich ab neun Jahren auch von geübten Lesern gut selbstständig lesen. Eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Bücher, Mut und die Kraft, füreinander da zu sein.

    Katrin Hemmerich

  • Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals eine…Göttin reizen solltest – Band 5

    Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals eine…Göttin reizen solltest – Band 5

    Iris Genenz

    Corinna Böckmann

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Das Buch startet direkt mit einem wilden Kampf, obwohl Charly eigentlich nur ein Date mit seiner Freundin Dalia plante. Doch plötzlich zerbricht die Scheibe des Eiscafés in dem die neiden sitzen und „ein Monster in der Größe eines Kleinwagens mit kreisenden Stielaugen und jeder Menge Tentakel“ taucht auf.
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    Bald kommen ein gelber Schulbus und ein neongrüner Monstertruck an und Martin, Charlys bester Freund, die Halbgöttin Epona, Béron, die Monsterjäger Störenfried und Jörd, vier vom Wandlerrudel und Elb Elvyn tauchen auf. All diese Freunde haben unterschiedliches Aussehen und die verschiedensten Fähigkeiten. Viele von ihnen unterstützen Charly bei seinem Abenteuer, das nicht nur spannend, sondern auch sehr gefährlich ist. Denn die Götter haben den Zugang zu ihrer Welt geschlossen, weil eine Sphinx Rache nehmen möchte und dazu benötig sie den Portalwächter Charly.

    Dies ist der fünfte Band der Reihe und ich hatte manchmal Schwierigkeiten alle handelnden Personen unterzubringen, es sind auch zum Teil ganze Banden, die mit oder gegen Charly wirken. Dazu kommen die fantasievoll erdachten Monster, von denen manche im Anhang beschrieben werden. Auch die Illustrationen zeugen von viel Ideenreichtum, denn es sind wirklich unheimliche Wesen entstanden.

    Wer es mag, dass sich die Story immer wieder in eine andere Richtig bewegt und deshalb die Situation immer auswegloser erscheint, der ist hier genau richtig. Dazu gibt es immer wieder spannende Kämpfe und neue Idee, die leider oft wieder in einer Sackgasse enden. Spannung und Fantasie gibt es auf jeden Fall in großen Mengen, aber es zeigt auch, dass Freundschaft und Familie wichtig sind um den Kampf gewinnen zu können.

    Dagmar Mägdefrau

  • Eine Schachtel voll Geheimnis   

    Eine Schachtel voll Geheimnis   

    Dita Zipfel

    Bea Davies

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die beiden Geschwister sitzen, der größere hält die rote Schachtel mit dem Geheimnis in der Hand. Mir gefallen die Farben sehr gut und wie der Kleine seine Hand vertrauensvoll auf den Arm des Bruders legt.

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    Im Vorwort, das sich an die Vorlesenden wendet, wird darauf hingewiesen, dass es eine bewegliche Sprache vorzulesen gilt, denn in den Sprechblasen sind Sätze wie „Sollich ma mein größtes Geheimnis der Welt zeigen?“ zu lesen.Ich fand das Vorlesen schön, denn meiste sprechen wir so.

    Während die Kinder ihr Müsli essen, schmiert Mama Brote und Papa hat den Espressokocher in der Hand. Wir sehen die Kinder tuscheln ohne, dass wir was hören und die Eltern Frühstücken etwas bedrückt. Dann dürfen wir zusammen mit dem kleinen Bruder in die Streichholzschachtel schauen. Unter einer Decke wird versprochen das Geheimnis nicht zu verraten und während der Vater abwäscht, packt die Mutter das Essen ein. Schon sausen die Kinder die Treppe hinunter und es geht ab ins Auto. Die Eltern packen viele leeres Kartons in den Kombi. Hinten sitzen die beiden in ihren Kindersitzen und sprechen über geheimes. Ankunft in einem alten Haus, der Vater nimmt die Mutter liebevoll in den Arm, neben der Tür steht ein Rollator. Währen die Eltern aussortieren durchsuchen die Kinder die aussortierten Sachen.

    Zunächst muss ich meine Begeisterung über die stimmungsvollen Zeichnungen mitteilen. Sie wirken ein wenig skandinavisch und gehen direkt zu Herzen. Die Kinder führen ein Gespräch über den Tod, der sich augenscheinlich auf die tote Biene, die sie begraben bezieht. Aber beim Betrachten der Bilder wird klar, dass es um den Tod des Oma geht. Am Ende sitzen alle vier zusammen auf der Couch und die Wärme, die dieses Bild ausstrahlt, tröstet mich sehr.

    Wenig Text in Sprechblasen, Bilder, die viel sagen, hier ist ein wunderbares Buch entstanden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Kinderschul-Buch ab 3

    Mein Kinderschul-Buch ab 3

    Jan Valentin Kalb

    Jasmin Noetzel

    Jan Kalb

    Verlagsempfehlung Vorschule ab 3 Jahre

    Auf dem Titel stand zuerst „Kindergarten“ aber der Garten wurde durchgestrichen und durch das Wort Schule ersetzt. Ein türkiser puscheliger Alonie in Form eines As stellt sich zunächst vor. Dieses Buch wendet sich an die Kleinsten in der Kita, auch sie viel Freude daran haben Paare zu suchen und durch Labyrinthe zu fahren. 
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    Die niedlichen Figuren werden sie sicher anmalen und so langsam lernen nur die Formen zu bemalen. Ganz behutsam und langsam bekommen so die Zahlen bis fünf ein Gesicht. Die niedlichen Alonies unterstützen die Kleinen und geben ihnen die Aufgaben für die kaum Text anfällt.

    Eine schöne Methode unser Kleinsten an kleine Aufgaben heranzuführen für die sich ein klein wenig konzentrieren müssen. Sicher werden sie sich auf die nächsten Bücher der Reihe freuen, die einen ähnlichen Aufbau haben, aber deren Inhalt sich der jeweiligen Altersstufe anpasst. Ich kann die Alonies-Bücher sehr empfehlen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Kinderschul-Buch ab 4

    Mein Kinderschul-Buch ab 4

    Jan Valentin Kalb

    Jasmin Noetzel

    Jan Kalb

    Verlagsempfehlung Vorschule ab 4 Jahre

    Auf dem Titel stand zuerst „Kindergarten“ aber der Garten wurde durchgestrichen und durch das Wort Schule ersetzt. Ein türkiser puscheliger Alonie in Form eines As stellt sich zunächst vor. Da wird gequizzt und angemalt, da werden Paare gesucht und gezählt. Natürlich geht es auch wieder durch ein Labyrinth und es werden Worte mit dem gleichen Anfangsbuchstaben gesucht. 
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    Das ist nicht ganz so einfach. Hinten im Buch gibt es noch einen kleinen Bastelteil zum Ausschneiden und Aufkleben.

    So werden schon kleinere Kita-Kinder aufgefordert sich zu konzentrieren und Aufgaben zu bearbeiten. Es wird ihnen aber auch sehr viel Spaß machen und sie werden sich sicher auf die nächsten Hefte freuen, genau wie meine Enkel.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Kinderschul-Buch ab 5

    Mein Kinderschul-Buch ab 5

    Jan Valentin Kalb

    Jasmin Noetzel

    Jan Kalb

    Verlagsempfehlung Vorschule ab 5 Jahre

    Auf dem Titel stand zuerst „Kindergarten“ aber der Garten wurde durchgestrichen und durch das Wort Schule ersetzt. Ein türkiser puscheliger Alonie in Form eines As stellt sich zunächst vor. Er und seine Buchstabengeschwister begleiten uns durch das Buch und auf jeder Seite wird ein Alonie und die Aufgaben erläutern. 
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    Auf jeder Seite sind drei Aufgaben zu lösen und einige Aufgaben beziehen sich auf das gesamte Buch. Da werden Paare gesucht, ausgemalt, gezählt, durch Labyrinthe gefahren und Alonies gesucht.

    „Dieses Buch ist für kluge Köpfe ab 5 Jahren, die selbstständig denken…“ steht hinten im Buch und das kann ich wohl bestätigen. Hier gilt es sich zu konzentrieren und trotzdem macht es einen Riesenspaß sich mit den Aufgaben zu befassen und so soll es wohl auch sein.

    Dagmar Mägdefrau